Arnold Jossen: Das Illhorn

Seit mehr als 50 Jahren faszinieren mich das Illhorn und der Illgraben. Mehrmals täglich verändern sie sich mit Licht- und Schattenspielen, im Rhythmus der Jahreszeiten, malen mit leisen Pinselstrichen Farbtöne an die Flanken, einem Gemälde gleich. Der Illbach lässt Nähe zu, wenn er still und sanft sich zeigt, fordert sichere Distanz bei bedrohlicher Wucht und Kraft.
Mit meinem ersten Lohn habe ich einen Fotoapparat gekauft. Seit dieser Zeit sind in Erschmatt und Leuk viele Aufnahmen entstanden. Früher in der Landwirtschaft und einer sich ändernden Welt. Doch Zeugen dieser Zeit gibt es immer noch.
Die „Ills“ meinem Wohnort gegenüber zeigen sich täglich in einer unbeschreiblich grosszügigen Vielfalt – mit und ohne Blick durch die Linse.